Anti-Flag Biographie Biographie

Anti-Flag ist eine Politpunk-Band aus Pittsburgh, USA.

Nach verschiedenen kleinen Bandprojekten und einer Reise durch Kalifornien und dem Einblick in die dortige Szene beschlossen die befreundeten Justin Geever und Patrick Bollinger 1993, eine Band zu gründen. Als Bassist trat Andy Wright der Band bei, die nun unter dem Namen „Anti-Flag“ bei regionalen Konzerten auftrat. Bollinger nannte sich Pat Thetic, Geever Justin Sane und Wright trat als Andy Flag in Erscheinung. Nach einigen EPs sowie Split-CDs mit anderen Pittsburgher Bands erschien im Jahre 1996 Anti-Flags Debütalbum Die For The Government, welches thematisch einen Schwerpunkt auf die Entwicklung der Punkszene sowie den Polizeistaat legte. Jedoch verließ Andy Wright noch im selben Jahr aufgrund von Streitigkeiten mit den anderen Bandmitgliedern die Band. Ersetzt wurde er 1997 durch Chris Head, der 1998 an die Gitarre wechselte.
Mit der Neuauflage von North America Sucks, die mit unveröffentlichten Stücken zu Their System Doesn't Work For You ergänzt wurde, gründeten Pat Thetic, Chris Head und Justin Sane das Label A-F Records. Für zwei Jahre trat Jamie Cock der Band Anti-Flag bei. Nach seinem Ausstieg 1999 übernahm mit Christopher Barker (Chris #2), ein Fan der Band, die Position des Bassisten. Das zweite Album der Band, A New Kind Of Army, wurde ursprünglich noch mit Jamie Cock am Bass eingespielt, jedoch wurde der komplette Longplayer später noch einmal mit Chris #2 aufgenommen. A New Kind Of Army ist außerdem das einzige Album der Band, auf dem alle Songs ausschließlich von Justin Sane besungen werden, da auf den Musikstücken zuvor und danach entweder Andy Flag oder Chris #2 am Lead-Gesang beteiligt waren.
Den Durchbruch und überregionalen Erfolg schaffte die Band mit Underground Network, welches 2001 veröffentlicht wurde, und der EP Mobilize, die ein Jahr später folgte. Auf dem Cover von Mobilize wurde auch erstmals der Gunstar, das von Chris Head entworfene Logo der Band, abgebildet. Das Logo stellt einen Stern aus fünf mittig gebrochenen M-16-Sturmgewehren dar und soll den Pazifismus der Band zum Ausdruck bringen. Bis heute ist das Symbol auf vielen Merchandisingartikeln zu finden.
Mit The Terror State sprach sich das Quartett erheblich gegen die Bush-Regierung aus. Des Weiteren wurde das vierte Album der Band aufgrund der Aussagen gegen die Regierung und im Bezug auf den Irak-Krieg sowie dem Cover, das ein junges Mädchen als erschossene Soldatin zeigen sollte, von vielen Plattenläden nicht zum Verkauf angeboten. Daraufhin beschäftigten sich die Bandmitglieder mit anderen Projekten, u.a. Chris #2 mit seinem Nebenprojekt Whatever It Takes und Justin Sane mit seinem Soloprojekt.
2005 beschloss Anti-Flag, zum Major-Label RCA Records zu wechseln, was der Band viel Kritik von seiten einiger Fans, die die Band als kommerziell bezeichneten, einbrachte (Weiteres siehe Kritik). Erstmals in den amerikanischen und deutschen Charts platzieren konnte sich For Blood And Empire im Jahre 2006, das auf ebendiesem Label erschien. Die Kanada-Supporttour für Billy Talent wurde im Februar 2007 abgebrochen, da die Schwester von Chris #2 sowie deren Freund ermordet wurden. Musikalisch verarbeitete die Band diesen Vorfall mit der EP A Benefit For Victims Of Violent Crime, die die B-Seiten von For Blood And Empire und einige Live-Aufnahmen enthielt. Der Erlös dieser Platte ging komplett an das Center For Victims Of Violence And Crime in Pittsburgh.
Im Herbst 2007 betrat die Band zusammen mit Produzent Tony Visconti wieder das Studio, um ihr neues Album „The Bright Lights Of America“ aufzunehmen, welches in Deutschland am 28. März 2008 erschien. In einem Interview betonte Justin Sane, dass es sich hierbei um ein wesentlich abwechslungsreicheres und für Anti-Flag untypisches Album handeln solle und der inhaltliche Schwerpunkt auf gesellschaftlichen Fragen liege. Danach gaben sie auch bekannt, die Vorband bei dem Rage-Against-the-Machine-Konzert am 10. Juni 2008 in Berlin zu sein.
Die Europa-Tour 2009 wurde kurzfristig abgesagt, da sich Sänger Justin Sane bei einem Konzert in Norwich, Großbritannien, die Schulter gebrochen hatte. Schuld daran soll ein Streit mit einem Besucher gewesen sein, der Justin Sane während des Konzertes immer wieder mit Knicklichtern beworfen hatte. Als weiterer Grund für das frühzeitige Tourende wird ein Todesfall in der Familie von Gitarrist Chris Head genannt, der kurz zuvor bereits von Glasgow zurück in die USA geflogen war. Außerdem hatte sich Drummer Pat Thetic im Vorfeld drei Rippen gebrochen. Noch im selben Jahr gab die Band ihren Wechsel zu SideOneDummy Records bekannt sowie das Erscheinen des siebten Studioalbums im Juni 2009, welches The People Or The Gun heißen werde.
Nach einer Welttournee gründeten Chris Head und Chris #2 zusammen mit befreundeten Mitgliedern anderer Musikgruppen die Band White Wives, mit der sie nach dem Release deren Debüts ausgiebig tourten. Auch Justin Sane widmete sich wieder seinem Soloprojekt und brachte eine EP auf den Markt, welcher eine Tour in Deutschland folgte. Ursprünglich sollte das nächste Studioalbum der Band bereits im Herbst 2011 erscheinen, jedoch musste dieser Termin aufgrund des Nebenprojekts von Chris Head und Chris #2 verschoben werden. Anfang 2012 gab die Band bekannt, dass ihr achtes Studioalbum "The General Strike" genannt und erneut bei SideOneDummy Records erscheinen werde. Releasetermin in den USA war der 20. März, in Deutschland der 17. März.
Quelle: wikipedia.org
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