Jamala Biographie Biographie

Jamala (ukr. Джамала, krimtat. Camala, bürgerlich: Susana Dschamaladinowa; * 27. August 1983 in Osch, Kirgisische SSR) ist eine ukrainische Sängerin und Krimtatarin. Sie gewann für die Ukraine den Eurovision Song Contest 2016 in Stockholm.

Susana Dschamaladinowa wuchs in Kirgisistan auf, da ihre Vorfahren unter Josef Stalin wie alle Krimtataren von der Halbinsel Krim vertrieben wurden. Nach Auflösung der Sowjetunion kehrte die Familie auf die Krim zurück. Ihr Vater ist wie sie Muslim und Krimtatare, während ihre Mutter Christin armenischer Herkunft ist.

Jamala ist Spinto-Sopranistin und in den Genres Jazz, Soul, R&B und Weltmusik aktiv, mit klassischen und Gospel-Elementen.

Der Wendepunkt ihrer Karriere war ein Auftritt beim New Wave Festival im lettischen Jūrmala 2009, wo sie einen Sonderpreis für ihre außergewöhnlichen stimmlichen Fähigkeiten und ihre Wandelfähigkeit innerhalb der Genres erhielt.

2011 trat sie erstmals mit dem Titel Smile beim ukrainischen Vorentscheid für den ESC in Düsseldorf an und erreichte im Finale den dritten Platz hinter Slata Ohnewytsch und Mika Newton. Aufgrund von Unregelmäßigkeiten beim Voting wurde ein erneuter Vorentscheid für diese drei Interpretinnen anberaumt, der dann aber aufgrund Jamalas Absage, die sie mit Manipulationsvorwürfen an das ukrainische Fernsehen begründete, nicht stattfand und somit Mika Newton am ESC teilnahm.

2016 nahm sie nochmals teil und gewann das Finale mit dem Titel 1944, eine Anspielung auf eben jenes Jahr, in dem Stalin die Krimtataren nach Zentralasien deportieren ließ. Im Text geht sie auf die verloren gegangene Kindheit in der Heimat und die Gräueltaten der Sowjets ein. Durch den Refrain auf Krimtatarisch war diese Sprache erstmals beim Wettbewerb zu hören.
Quelle: wikipedia.org
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