Varg Biographie Biographie

Die Band Varg wurde 2005 im oberfränkischen Coburg von Gitarrist Philipp „Freki“ Seiler und Schlagzeuger Silvester „Fenrier“ Grundmann gegründet. Kurz darauf stießen nacheinander „Nivel“ als Bassist, der Sänger „Frost“ und der Gitarrist „Da'ath“ zur Band. Den Bandnamen, insbesondere die sprachliche Verwandtschaft dessen mit dem norwegischen Musiker und Rechtsextremisten Varg Vikernes, kommentierte Frontmann Seiler in einem Interview mit dem Legacy-Magazin wie folgt:
„Der Name Varg steht in keinem Zusammenhang mit Burzum oder Kristian Vikernes. Was uns mit ihm verbinden könnte, sind der Gefallen an der Landschaft Norwegens und sicherlich auch die Bewunderung für die nordische Mythologie, die Runen und die germanischen Götter.“
– Philipp „Freki“ Seiler
Den ersten Auftritt absolvierte Varg als Vorband von Sintech, deren Mitglieder Timo Schwämmlein und Patrick Zarske später auch bei Varg einstiegen. Nach dem Ausstieg von Bassist „Nivel“ war Schwämmlein erstmals für zwei Konzerte als Live-Bassist bei Varg aktiv. Fester Nachfolger von „Nivel“ wurde Sebastian „Geri“ Feick. Die erste Demoaufnahme, Donareiche, wurde 2006 eingespielt, bereits ohne „Da'ath“, der die Band wieder verlassen hatte, und kurz darauf veröffentlicht. Das einzige auf Donareiche enthaltene, gleichnamige Lied findet sich auch auf dem Debütalbum der Band, Wolfszeit, wieder, welches im März 2007 über das Label Heiden Klangwerke veröffentlicht wurde. Vor den Aufnahmen dazu war Thomas „Skoll“ Winkelmann als Bassist zur Band gestoßen, während Feick an die Gitarre gewechselt war und auch den Gesang übernahm, da „Frost“ die Band verlassen hatte. Die Kritiken zu Wolfszeit fielen gemischt aus. Das Trollhorn-Magazin schrieb: „Zehn Tracks, zehn Brecher, zehn von zehn möglichen Punkten!“ Von anderer Seite her wurde dem Album unter anderem wenig Abwechslungsreichtum und Langeweile zugeschrieben. Beworben wurde das Album mit einer Tour durch Deutschland und die Niederlande, zusammen mit Nomans Land und Thrudvangar. Im September 2007 fand erstmals das von Seiler organisierte Wolfszeit Festival statt.
Anfang 2008 verließen Winkelmann und Feick die Band. Ersetzt wurden sie durch Timo Schwämmlein und Patrick Zarske mit den Pseudonymen „Managarm“ und „Hati“. Als neuer Sänger stieß Bastian „Draugr“ zur Band. Nach mehreren Konzerten im Sommer 2008 wurde im September des selben Jahres die die Split-EP Schildfront zusammen mit der deutschen Pagan-Metal-Band Minas Morgul veröffentlicht. Im selben Monat wurde über Twilight Vertrieb auch die DVD Live am Wolfszeit Festival veröffentlicht. Die DVD beinhaltet den Varg-Auftritt bei dem genannten Festival im Jahr 2007.
Im Frühjahr 2009 verließ nach nur einem Jahr „Draugr“ die Band wieder. Neuer Sänger wurde bis Ende des Jahres Rico von Minas Morgul. Das 2009er Album Blutaar (benannt nach einer mutmaßlichen Hinrichtungsmethode der Wikinger) sollte zunächst auf Nuclear Blast erscheinen, doch Gerüchte um eine rechtsextreme Einstellung der Musiker verhinderten nach Vermutung der Medien den Plattenvertrag. Mit NoiseArt Records, einem Sublabel von edel, wurde eine neue Plattenfirma gefunden. Andy Classen (ex-Holy Moses) übernahm die Produktion des Albums. Das Album erschien schließlich am 29. Januar 2010. Zum Jahreswechsel 2009/2010 stieg „Skalli“ als neuer Gitarrist bei Varg ein und Seiler übernahm, wie auch schon zu den Aufnahmen von Blutaar, den Gesang.
Das Album erhielt gemischte Kritiken. Nils Herzog von Musikreviews.de schrieb, dass das Album trotz wuchtigem Sound keine wiedererkennbaren Akzente setze. Auch Powermetal.de bescheinigte dem Album wenig Alleinstellungsmerkmale, aber eine gute Produktion. Im Februar und März 2010 fand mit der Paganfest-Tour die erste Europatour der Band statt. Im Sommer folgten Auftritte auf einigen der wichtigsten europäischen Metalfestivals, darunter das Wacken Open Air, Party.San, Metalcamp und das Metalfest.
Im Herbst 2010 wurde das bis dato dritte Studioalbum der Band, Wolfskult, erneut zusammen mit Andy Classen im Stage One Studio aufgenommen. Es erschien am 4. März 2011 und stieg auf Platz 33 der deutschen Album-Charts ein. Die Promotion-Tour fand erneut im Rahmen des Paganfestes statt.Im Oktober 2012 veröffentlichten Varg ihr viertes Studioalbum Guten Tag via NoiseArt Records.
Quelle: wikipedia.org
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