Pippo Pollina Biographie Biographie

Pippo Pollina wird 1963 als Sohn einer bürgerlichen Familie bäuerlicher Abstammung in Palermo geboren. Von klein auf zeigt er großes Interesse für Gesang und Musik. Seine künstlerische Geschichte beginnt 1979 in Palermo, der Stadt, in der er auf wächst und alle Schulen besucht. Nach dem naturwissenschaftlichen Liceo, studiert er Jurisprudenz und gleichzeitig klassische Gitarre und Musiktheorie am Konservatorium “Amici della Musica”. In diese Zeit fällt auch die Gründung einer
musikalischen und kulturellen Gruppierung, die später als “Agricantus” aktiv wird. Es ist eine Gruppe interessierter Leute, die nach Volksmusiktraditionen sucht, vor allem auf den Spuren lateinamerikanischer und sizilianischer, oder genereller, süditalienischer Musik geht. Während sechs Jahren (1979 bis 1985) macht Pippo
Pollina mit den “Agricantus” seine ersten Konzert Erfahrungen in Italien und im Ausland. Sie unternehmen viele Reisen, treff en viele Menschen und halten Seminare in Schulen. Für die Entwicklung der Persönlichkeit ebenso bedeutend ist die kurze, aber prägnante Erfahrung als Journalist bei der Monatszeitschrift “I Siciliani”.Giuseppe Fava, der Chefredakteur der Zeitung wird 1984 für seine innovativen und mutigen Reportagen über die Verbindungen von Mafi a und Politik in Catania ermordet. In einem Klima der Unterdrü-ckung und Korruption, und weil es keinerlei Aussichten auf Veränderung gibt in den 80er Jahren, aber auch aus großer Lust auf Abenteuer und Unbekanntes, entscheidet sich Pippo Pollina sein Studium abzubrechen und 1983Italien Ende 1985 zu verlassen. Es folgt eine
Phase großer Freiheit auf seiner Reise ohne klares Ziel. Sie dauert ungefähr zwei Jahre. Fast alle europäischen Länder werden bereist: von Ungarn, zur Ex-DDR, nach England, Frankreich Österreich, Deutschland und die
Schweiz bis nach Skandinavien. Mit seiner Gitarre spielt er auf der Strasse, in Metrostationen oder Restaurants. Überall dort, wo es mö-
glich ist Geschichten zu erzählen und neue zu sammeln. Musik ist die große kommunikative Brücke, die Barrieren einreist, Vorurteile au-fl öst, aus der eine eigene Sprache entsteht. In Luzern wird er durch einen Zufall von
dem Schweizer Liederer Linard Bardill entdeckt und zum Mitarbeiten bei den Aufnahmen zu “I nu passaran” engagiert. Während der ausgedehnten Konzerttour mit ungefähr 60 Konzerten in der ganzen Schweiz und gelegentlich in Belgien und Deutschland, begleitet Pippo Pollina Bardill. Mit “Aspettando che sia mattino” nimmt Pippo Pollina sein erstes
eigenes Album auf, das bei der Schweizer Plattenfi rma Zytglogge erscheint. Ab Anfang 1988 ist Pollina mit seinem ersten Solo Programm auf verschiedenen Bühnen in der Schweiz und Osterreich zu sehen und hören.1989 gewinnt er den Schweizer Radiopreis von DRS1, mit dem er eine neue Platte “Sulle orme del re minosse” aufnimmt. Danach geht er bis bis Ende 1990 auf Tournée und wagt
diesmal auch den Schritt nach Deutschland. Ab 1991 legt er sein drittes Album “Nuovi giorni di settembre” vor und präsentiert es bis Ende 1992 im deutschsprachigen Raum und bis Skandinavien, wo er in mehreren Theatern und an der Universität Stockholm auftritt. In diesem Jahr tritt er an wichtigen Schweizer Festivals auf Z. B. am Open Air St.Gallen und Lugano neben internationalen Größen
wie Tracy Chapman oder Van Morrison. Im selben Jahr triff t er auch den bekannten deutschen Liedermacher Konstantin Wecker, mit dem er verschieden Stücke auf Deutsch und Italienisch schreibt.
Auf der CD “Le pietre di Montsegur”, die 1993 erscheint, singt Wecker “Terra” während Pollina mit Wecker auf dem Album Uferlos “Questa nuova realtà” duettiert. “Questa nuova realtà” wird ein Erfolg und Wecker überzeugt Pollina seine Pläne zu ändern und mit ihm und dem Programm “Uferlos” auf Tour zu gehen. Während dem ganzen Jahr 1993 lernt ein breites deutsches Publikum Pollina kennen und schätzt ihn von da an als einen authentischen Referenten einer modernen Italianità. 1994 ist ein Jahr reger Konzerttätigkeit im
Duo mit dem Geiger Salvo Costumati in A/ B/ CH/ D.
Zusätzlich nimmt er an zahlreichen Festivals teil, wo neue Kontakte und die Zusammenarbeit mit anderen Musikern entstehen. 1995 spielt er “Dodici lettere d’amore” ein und veröffentlicht das Album mit der außerordentlichen Mitarbeit von George Moustaki im Lied
“Leo”, das dem großen verstorbenen Chansonier Leo Ferre gewidmet ist. Außerdem sind der legendäre Jazz Saxofonist Charlie 1993Mariano und die Berliner Avantgarde Gruppe “L’art du passage” mit dabei. Es folgt eine ausgedehnte Tournée bis Mitte 1996 in Österreich, Deutschland der Schweiz und zum ersten Mal auch in Frankreich und Ägypten und vor allem die Teilnahme am Troubadour Festival, einer reisenden Konzertschau mit Moustaki, José Feliciano, Wecker und Angelo Branduardi. 1996 erhält Pollina den Kleinkunstpreis “Kupferle” als bester Künstler der
Saison und den Förderpreis der Stadt Zürich. “Il giorno del falco” erscheint 1997. Das Album ist dem chilenischen Liedermacher Victor Jara gewidmet, der 1973 beim Militärputsch in Chile ermordet wurde. Nennenswert sind hier, neben den wichtigsten Schweizer “Session-men” das sein Freund Wecker
in einer neuen Version von “Questa nuova realtà” wieder auftaucht. Die Tour erstreckt sich mit einem Quartett auf über hundert Konzerte. Ende 1997 erscheint beim Deutschen Facteon
Verlag das Buch “Camminando camminando...” in der Schweiz und in Deutschland. Es ist ein
langes und intensives Interview-Gespräch mit dem Musikjournalisten Benedetto Vigne des Zürcher Tagesanzeiger. Gemeinsam zeichnen sie die künstlerische und persönliche Geschichte von Pippo Pollina nach. Davon erfährt, während einem Aufenthalt im Europaparlament in Brüssel Leoluca Orlando, der bekannte Politiker und Bürgermeister von Palermo, Kämpfer gegen das organisierte Verbrechen. Er stellt die entscheidenden Fragen: Warum ist Pollina in der Heimat unbekannt? Warum kennt niemand in Italien oder Palermo seinen ungewöhnlichen, künstlerischen
Weg? Warum hat Pollina keine Spuren in seinem Ursprungsland hinterlassen? Davon sprechen die beiden in jener Nacht in Bruxelles, in der Pollina sich entscheidet, dass der Zeitpunkt gekommen sei, wieder in Italien aufzutreten. Oder besser, noch einmal anzufangen.
Orlando organisiert eine Pressekonferenz in der prestigeträchtigen Villa Niscemi. Anwesend sind auch Linard Bardill, der Kulturzuständige der Stadt Zürich, Nicolas Bärlocher, die deutschen Verleger des Facteon Verlags, der Autor von “Camminando camminando...” Benedetto Vigne und zahlreiche JournalistInnen von Printmedien und Fernsehen aus Deutschland und der Schweiz und diesmal auch aus Italien. “La Republica” eine der wichtigsten italienischen Tageszeitungen und RAI 1 übertragen den Anlass mit Interesse. Es folgt eine
fast improvisierte Minitournée mit Konzerten in Rom, Neapel, Caserta und natürlich Palermo. 1998 erscheint das Album “Il giorno del
falco” endlich auch in Italien unter dem Label “SONY international”. In diesem Jahr beherrschen vor allem zwei Projekte die Aktivitäten Pollinas. Die Wintersaison in Theatern in A/ D/
CH mit dem argentinischen Gitarristen Pablo Miguez. Im Sommer die Teilnahme an verschiedenen Openairs in Italien im Quartett mit dem
Ehren-Gastmusiker Charlie Mariano. 1999 er 1995scheint in Italien ein Buch (Einaudi Editore) mit dem Titel “Storie eretice di cittadini perbene” des
Soziologen und Politikers Nando dalla Chiesa, in dem ein ganzes Kapitel der menschlichen und künstlerischen Geschichte Pollinas gewidmet ist. Im Januar 1999 veröff entlicht er die Single “Ken” in Italien mit dem wunderbaren Cover des Comicszeichners Ivo Milazzo. “Ken” wird in Italien während zwei Monaten im Radio gespielt und begleitet die erste wirkliche Tournée von Pollina in Italien. Die Derniere des Programms spielt er in Palermo auf der magischen Bühne des Teatro Biondo. Ende Sommer 1999
veröff entlicht der Sizilianer “Rossocuore”, sein siebtes Album, das gleichzeitig in A/ D/ CH und nun auch
in Italien erscheint. Die Mitarbeit von über 35 Musikern, ein Teil des Zürcher Philharmonie Orchesters,
die Hammond Orgel von Matt Cliff ord (Rolling Stones), die Schlagzeuger Saturnino und Pier Foschi (Jovanotti) und Walter Keiser (Vollenweider), aber vor allem die Stimmen von Franco Battiato, José Seves (Inti-Illimani) und von Nada machen aus dem Album eines der interessantesten Werke, die 1999 in der Schweiz aufgenommen wurden. Mit 100
Konzerten im Sextett führt die Tour in alle Länder in denen die CD erscheint. Der Videoclip “Finnegans wake”
ist auf Sendern der Schweiz und Italien häufi g zu sehen. Mitte 2000 erscheint nur in den deutschsprachigen Ländern “Elementare Watson” mit zwei Stücken,
die in den legendären Abbey Road Studios in London eingespielt wurden. Der Videoclip “Weg vo Züri” läuft
auf spezialisierten Sendern. Das Theater Programm “20 Jahre Musik ohne Grenzen” das Pollina solo bestreitet, wird mit großem Enthusiasmus seitens der Kritik
und des Publikums begrüßt. Im September 2000 beginnt daher eine gigantische Tournée durch die deutschsprachigen Länder. Erst im Februar 2001 kehrt er im Quintett nach Italien zurück, wo er erstaunliche Publikumszahlen vor allem in Verona und Rom erreicht. Im
Sommer 2001 nimmt er zusammen mit den legendären Inti-Illimani zum zweiten Mal in veränderter Version
sein Lied “Il Giorno del falco” auf. Die Inti-llimani laden Pollina in der Folge ein, als Gast auf ihren Konzerten in Italien zu spielen. Inzwischen hat der Cantautore aber weitere Lieder eingespielt: so zum Beispiel das berühmte Stück von Jaques Brel “Amsterdam”, von dem er eine selber getextete, italienische Version anbietet. Hier wirkt der italienische Ziehharmonikaspieler Ambrogio Sparagna mit. Demnächst also wird nun die neunte CD von Pippo Pollina auf den Markt kommen, diesmal exklusiv für Italien. Sie trägt den Titel “Versi per la libertà” (Verse für die
Freiheit). Das Album wird von den italienischen Kritikern mit großer Begeisterung begrüßt, und es
sind die Fach-Zeitschriften (“Rockstar”, “Mucchio Selvaggio”, “Rockerilla”), wie auch die Kulturseiten der wirkungsvollen Tageszeitungen (“Corriere della Sera”, “Il Messaggero”), in denen von einem Pippo Pollina als Erben des großen Liedermachergutes in Italien berichtet wird. Die Tournee 2002 mit seiner neuen “Palermo Acoustic Quartet” besiegelt all das Gute, dass in den vorherigen Jahren gesät wurde. Aber es geschieht noch etwas Unerwartetes 2002: Pippo Pollina und Linard Bardill entscheiden sich dafür, im Rahmen einer kurzen Konzertreihe ihre Freundschaft auf der Bühne zu zelebrieren. Die Tournee “Insieme” enthüllt einen unerwarteten
Erfolg. Die Wiederauff ührungen verdoppeln sich, und die beiden nehmen eine Live-CD auf, um der Öff entlichkeit mehr der schönen Momente des Ereignisses zu schenken. Die wenigen Tausend der CDs, die in limitierter Aufl age herausgebracht wurden, waren innerhalb
von drei Wochen ausverkauft. Das Album “Insieme” von Pippo Pollina und Linard Bardill wird daher dazu bestimmt sein, ein kleiner Kultgegenstand für diejenigen treuen Zuhörer zu bleiben, die den Werdegang der beiden Liedermacher-Freunde von Anbeginn an verfolgten. Im Januar 2003 wird das Album “Racconti brevi” in A/CH/D
veröff entlicht. Pollinas neues Werk, in der Schweiz und England aufgenommen und vom dänischen Musiker P.G. Rebeiz produziert und arrangiert, wird durch die Teilnahme namhafter Musiker veredelt: die Streicher des INSO, International Ukrain Symphony Orchestra, die Gitarren von
Robbie McIntosh (Dire streats, Paul Mc Cartney) und John Themis (Boy George), die Percussion von
Ossam Ramzy (Peter Gabriel) etc. Die Promotion Tournee des Albums beginnt in der Muff athalle
in München im Januar 2003 und wird den sizilianischen Cantautore zusammen mit seinem “Palermo Acoustic Quartet” ein ganzes Jahr lang auf Trab halten. 170 Konzerte in I/CH/FL/A/D und
Holland für ein ständig wachsendes Publikum. Besonders denkwürdig die Auftritte in München
(Tollwood Festival), Stuttgart (Kultur Festival), Palermo (Lo spasimo),
Innsbruck (Arena Festival) und im legendären “Moods” Jazzclub inZürich.
Aufgrund des wachsenden Interesses für Pippos Musik erscheint
im April 2003 in Italien das für
die Indipendent Music – Serie neu
zusammengestellte Album “Camminando” und wird durch eine 70Seiten lange Monographie ergänzt.
Im Sommer 2003 gewinnt er die
“Rino Gaetano” - Auszeichnung am
gleichnamigen “Rino Gaetano” - Festival in Crotone. Anfangs 2004 beschliesst Pippo Pollina ein persönliches Rezital aus Liedern
und Geschichten nach Italien und Österreich zu bringen. Zusammen mit seinen Musikern Antonello Messina und Enzo Sutera geht er auf Tournee und nimmt auch am Musik Festival von
Mantova teil (vom Senator Nando Dalla Chiesa als Gegenpol zum Sanremo - Festival organisiert),
wobei er von der Publikumsjury des Ariston Theaters in die Ränge der besten Drei erkoren wird. Er nimmt am “Chansonnier” Festival im Theater Ciak in Milano teil und spielt in wei teren grossen italienischen und österreichischen Städten, Genua, Rom, Sassari, Wien, Graz usw. Im Frühling 2004 verwirklicht sich Pippo Pollinas Kino - Debüt. Der Schweizer Regisseur Walo Deuber verpfl ichtet ihn als Hauptdarsteller im Film “Ricordare Anna” neben bedeutenden Interpreten wie Giuseppe Cederna (Oskar mit Salvatores im Film Mediterraneo), Bibiane Beglau
(Silberner Bär am Film Festival von Berlin 2000) usw. Zusammen mit seinem Produzenten Peter Rebeiz komponiert er die Filmmusik. Das Album
“Bar Casablanca“ erzielte bemerkenswertes Interesse und erreichte in der italienischen Verkaufsrangliste der Independent-Labels den 4.
Platz, wie die Zeitschrift „Musica e dischi“ berichtete. Die Tournee mit etwa hundert erfolgreichen Auftritten führte durch die traditionell deutschsprachigen Ländern, nach Italien, aber auch nach Frankreich mit einem von der lokalen
Presse und dem Publikum umjubelten Konzert beim berühmten Sommerfestival in Bourges.Im November 2005 erhält Pippo Pollina beim aufstrebenden Festival für Independent-Musik (MEI) in Faenza den Kritikerpreis für sein sozialpolitisches Engagement in seinen Liedern. In der Schweiz wird er für den Schweizer Kleinkunstpreis für den besten Künstler in der Schweizer Theaterszene nominiert. Die Konzertaktivitäten von Pippo Pollina werden immer intensiver und jede Tournee setzt einen neuen Impuls und so kommt es, dass der sizilianische
Künstler sein erstes Live-Album mit dem viel sagenden Titel: „Racconti e canzoni“ aufnimmt. Daraus entsteht ein Doppelalbum mit einer CD und einer DVD mit Livemitschnitten von gemeinsamen Auftritten mit dem Gitarristen Enzo Sutera in Italien und in der Schweiz. In Italien trat Pollina gemeinsam mit der Sängerin und Schauspielerin Serena Bandoli mit einem besonderen Programm auf – das rein musikalische Programm wurde durch Literaturlesungen ergänzt. (DVD). Die Tournee „Racconti e canzoni“ startete im März 2006 im „Theaterhaus“, Stuttgart.Während eines Festivals in Österreich im Sommer 2006 traf Pippo Pollina den deutschen Liedermacher Konstantin Wecker und spontan planen sie zum ersten Mal wieder ein gemeinsames Comeback auf der Bühne für
Frühjahr 2007. Pippo und Konstantin sind erneut für fast ein
Dutzend Konzerte in Österreich,
Schweiz und Deutschland unterwegs, auf welche ihr Publikum seit
fünfzehn Jahren wartete. Alle zehn
Auftritte waren innerhalb kürzester Zeit ausverkauft und hatten
insgesamt über 10.000 Besucher.
Inzwischen kam ein wichtiger Vorschlag und mutige Anfrage auf den
Tisch von sizilianischen Künstlern
aus der Emilia Romagna. Der Direktor
des Theaterverbandes “Accademia
perduta“ von Faenza, Ruggero Sintoni und die Vorsitzende der Vereinigung der Hinterbliebenen der Tragödie von Ustica, die Parlamentarierin Daria Bonfi etti, beauftragten Pollina eine Oper über den mysteriösen Abschuss eines Passagierfl ugzeuges, einer DC 9 im Jahr
1980 vor der Insel Ustica durch eine Luft-Boden-Rakete von unbekannter Herkunft zu schreiben.
Die Vorstellung “Ultimo volo“ (“Der letzte Flug“) fand genau am 27. Jahrestag der Tragödie am 27.
Juni 2007 im Theater Manzoni in Bologna statt, wo auch die städtischen Behörden anwesend waren.
Begleitet von den Streichinstrumenten des Philharmonischen Orchesters Arturo Toscanini, dem Palermo Acoustic Quartett, den Schauspielern Vito Biocchi, Daniela Sintoni und der erzählenden Stimme
des Philosophen Manlio Sgalambro unter der Regie von Velia Mantagazza berührt „Ultimo volo“ durch
seine emotionale und direkte Art das Bewusstsein und triff einen Nerv in der italienischen Geschichte.
Die Liedermacheroper “Ultimo volo“, welche Ende 2007 als CD erschienen ist, wurde außerdem
in Rom, Palermo und Zürich aufgeführt und war für den Stuttgarter Friedenspreis nominiert.
OPER “ULTIMO VOLO” IM THEATER MANZONI, BOLOGNA 2007 OPER “ULTIMO VOLO” 2007Das Album wird in Italien und den deutschsprachigen Ländern erscheinen und dabei breiten und wohlverdienten Anklang finden. Das Thema der Emigration aus einem neuen Blickwinkel anhand des Beispiels der Schweizer Zuckerbäcker,
die gegen Ende des 19. Jahrhunderts in Sizilien gelandet sind. Die Tournee beginnt im Jänner 2009 in Palermo, setzt sich anschließend in weiteren italienischen Städten fort, ehe Auftritte in Mitteleuropa folgen. Das letzte Konzert dieser Tournee wird mit hohem Symbolcharakter in
Trin, jenem kleinen Schweizer Dorf in Graubünden, stattfinden, von wo aus die Caflisch einst emigriert sind. CAFFE’ CAFLISCH gewinnt, nachdem es lange auf Platz eins der Deutschen Hitparade gestanden hat, den LIEDERBESTENPREIS 2009, den Preis der Deutschen Schallplattenkritik. Pippo Pollina und Linard Bardill feiern ihre lange musikalische und menschliche Zusammenarbeit und Freundschaft mit diesem Album, welches einen Kreis von Liedern und Konzerten schließt, in dem die beiden in den zwei Jahren 2008 und
2009 ununterbrochen auf Tour waren. Aber auch ein anderes bedeutendes Projekt erblickt im Spätsommer 2009 das Licht der Welt. Mit den Arrangements von Massimiliano Matesic, bereits Leiter des Orchesters vom Konservatorium Zürich, stellt Pippo Pollina die Quintessenz seines Repertoires in dem Programm FRA DUE ISOLE vor, bei dem ihn ein komplettes Sinfonieorchester begleiten wird. Dieses Programm beginnt mit
einem triumphalen Debüt im Volkshaus Zürich, wo Zuhörer von überall
her einen bis auf den letzten Platz ausverkauften Konzertabend erleben. Pollina begibt sich auf eine 14 Konzerte umfassende Tourneereise in der Schweiz und in Italien. Dabei tritt der Musiker mit dem 80 Elemente umfassenden Sinfonieorchester in ganz Italien auf und gelangt schlussendlich nach der Premiere in Zürich bis nach Sizilien. Eine Live-CD mit der Aufzeichnung
vom Konzertabend im Volkshaus Zürich wird Ende 2009 erscheinen und die einzigartige Atmosphäre samt der Klangfülle dieses Projektes dokumentieren. Im darauffolgenden Jahr präsenDas Jahr 2008 widmete Pippo Pollina verschiedenen Aktivitäten. Anfang Januar ging der Sizilianer zusammen mit Linard Bardill auf Tournee mit dem Titel “Di nuovo insieme“. Nach einer langen Unterbrechung seit 2002 feierten die beiden befreundeten Liedermacher die Premiere in der außerordentlichen Atmosphäre im Volkshaus, Zürich welche bis auf den letzten Platz mit 1.500 begeisterten Besuchern ausverkauft war. Diese Tour führte Pollina und Bardill auch das erste Mal gemeinsam nach
Deutschland. Die Live-CD “Di nuovo insieme“ ist, wie im Jahr
2002 mit der ersten CD “Insieme“ schon durch Vorbestellungen bei den Konzerten ausverkauft. Während Pippo und Linard an ihrem gemeinsamen Projekt arbeiten, arbeitet Pippo auch für
eine geplante CD-Aufnahme mit Konstantin Wecker mit dem bekannten italienischen Arrangeur und Musiker Beppe Qurici zusammen (er produzierte bereits CDs von Invano Fossati und
Giorgio Gaber). Die Arbeit schritt wegen den vielen Konzertaktivitäten beider Künstler nur langsam
voran und wurde daher auf einen späteren und günstigeren Zeitpunkt verschoben. Die gemeinsame Arbeit führte jedoch zu einem Dutzend Auftritte bei großen Festivals im Jahr 2008 mit dem
Titel “Canzoni per la libertà – über die Grenzen“. Im September 2008 produziert Pollina gemeinsam mit Linard Bardill das Album “Caff é Ca isch“
mit Geschichten von Geliebten und Auswanderen. 2009 werden Pippo Pollina und Linard Bardill
mit dem gleichnamigen Programm auf Tournee
gehen in der Schweiz, Deutschland und Italien.
tiert Pippo Pollina das Programm FRA DUE ISOLE in einer
speziellen, reduzierten Form gemeinsam mit dem Streichquartett PICCOLA ORCHESTRA ALTAMAREA in etwa 100
Konzerten, darunter Auftritte in Paris, Berlin, Rom, Wien
und Zürich. Ende 2010 erscheint in den deutschen und
Schweizer Kinos der Dokumentarfilm “Zwischen Inseln”,
der während der Tournee mit dem Sinfonieorchester von
den Cineasten Maurizius Staerkle und Christine Pollina
Roos aufgezeichnet wurde. 2010 gewinnt Pippo Pollina
in Palermo, seiner Geburtsstadt, den Preis PINO PUGLISI, benannt nach einem Priester, welcher von der Mafia
ermordet wurde. In Trapani bekommt Pollina den Preis
PINO VENEZIANO verliehen, der an den gleichnamigen Musiker aus Selinunte erinnert. Diese Würdigungen spiegeln die beiden Seelen von Pippo Pollina wider: einerseits die soziale, andererseits
die eher künstlerische, welche beide seit jeher das Werk von Pippo Pollina gekennzeichnet haben. Die beiden Auszeichnungen sind der Beginn einer Reihe von Ehrungen, die dem Künstler im
laufenden Jahr noch zuteil werden sollen. Noch immer im Jahr 2010 beginnt Pollina eine künstlerische Zusammenarbeit mit dem deutschen Liedermacher WERNER SCHMIDBAUER und dem PolyInstrumentalisten MARTIN KÄLBERER. In einem Programm mit dem sinnbildlichen Titel “Süden”
thematisieren die beiden Liedermacher Pollina und Schmidbauer den Süden als Metapher. Die
Konzerte in Deutschland wie auch der Schweiz werden mit großer Begeisterung aufgenommen
und alle 15 Auftritte verzeichnen ein Ausverkauft. Daher spielen die beiden Musiker mit dem
Gedanken, ein umfangreicheres Programm für 2012 zu planen. In der Zwischenzeit bleibt Pollina
aber nicht stehen und so ereignen sich auch 2011 viele Dinge: Er gewinnt den PREMIO MUSICA E
CULTURA in Cinisi, der nach dem Mafiaopfer PEPPINO IMPASTATO benannt ist, dem der Musiker Jahre zuvor sein Lied CENTOPASSI gewidmet hatte. Ihm wird außerdem der PREMIO LUNEZIA 2011 in
Marina di Carrara als bester italienischer Liedermacher zuerkannt. Weiters gewinnt er in COLLERETTO im Piemont den PREMIO GIACOSA, in Erinnerung an den gefeierten Librettisten Giacomo Puccini. In Italien (veröffentlicht durch Stampa Alternativa) und in Deutschland, Österreich und der
Schweiz (Jazz Haus Verlag) erscheint die erste offizielle Biographie ABITARE IL SOGNO (ÜBER DIE
GRENZEN TRÄGT UNS EIN LIED), verfasst vom italienischen Journalisten FRANCO VASSIA. Die Tour
mit der Präsentation des Buches bringt Pollina in etwa 150 Konzerten neben den traditionellen
europäischen Ländern erstmals auch jenseits des Ozeans. Im September 2011 wird der sizilianische Liedermacher zum ersten Mal in Amerika auftreten, wo neben Workshops auch Konzerte
stattfinden werden. Pippo Pollina wird 2011 auch 6 Konzerte mit dem Sinfonieorchester NOTABENE aus Zürich geben und dabei in den renommiertesten Schweizer Theater- und Opernhäusern
auftreten. Die Abende in der TONHALLE in Zürich und im KKL von Luzern werden wohl für immer
nicht nur aufgrund des Attributs Ausverkauft, sondern wohl auch dank der einzigartigen Atmosphäre unvergesslich bleiben.
Quelle: http://www.pippopollina.com
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