Radiohead Biographie Biographie

Die Band wurde 1985 an der Abingdon School in Abingdon bei Oxford gegründet – damals noch unter dem Namen On a Friday, da man immer Freitags probte. Anfang 1986 folgte der erste Auftritt in der Jericho Tavern in Oxford. 1987 verließen Yorke, O’Brien, Selway, und Colin Greenwood die Schule um zu studieren, trotzdem traf sich die Band regelmäßig an Wochenenden und in den Ferien. Erst ab 1991 wurde die Band zunehmend professioneller und unterschrieb in jenem Jahr einen Vertrag mit EMI für sechs Alben. Auf Anregung der Plattenfirma erfolgte später auch die Umbenennung in Radiohead.
Die erste kommerzielle Veröffentlichung von Radiohead war die Drill EP im Mai 1992. Zum Zeitpunkt der Aufnahme hieß die Band noch On A Friday, die Umbenennung erfolgte jedoch kurze Zeit später, sodass bereits Radiohead auf dem Cover stand. Mit der Single Creep (erschien erstmals im September 1992), die sich über einen längeren Zeitraum in den Charts vieler Länder hielt, hatte die Band ihren ersten großen Erfolg. Inzwischen spielt die Band das Lied allerdings nicht mehr bzw. nur noch selten auf Konzerten. 1993 erschien mit Pablo Honey das Debütalbum, das immerhin Platz 22 der britischen Charts erreichte. Die folgenden Singles Anyone Can Play Guitar und Stop Whispering sowie später Pop Is Dead verkauften sich jedoch nicht gut, ebenso wie die 1994 erschienene EP My Iron Lung.
Erst mit dem zweiten Album The Bends, bei dem Produzent Nigel Godrich erstmals mit dabei war und mit der Zeit zum „sechsten Bandmitglied“ wurde, schaffte die Band wieder den Sprung in die vorderen Charts. Auch von Kritikern wurde das Album im Allgemeinen sehr gut bewertet.
Nach zwei Jahren, in denen die Band fast ausschließlich auf Tour war und dort neues Songmaterial wie Airbag, Paranoid Android und unter anderem auch Subterranean Homesick Alien testete, veröffentlichte Radiohead 1997 das Album OK Computer, das vor allem in späteren Umfragen von Musikmagazinen noch größere Zustimmung fand als The Bends. In OK Computer nahm die Band musikalische Risiken auf sich, die unüblich für die Welt des Britpop waren, indem sie beispielsweise mit Raumklang, Rauschen und computergenerierten Stimmen experimentierte.
Nach einer Welttournee verbrachte die Band die zweite Hälfte des Jahres 1998 und das gesamte Jahr 1999 in ziemlicher Stille und trat nur selten auf. Im Jahr 2000 kehrten sie mit dem vierten Album Kid A zurück. Noch mehr als vorher verbanden Radiohead auf diesem Album verschiedene Stilrichtungen und ließen das Album fast ohne Promotion erscheinen; so gab die Band nur sehr wenige Interviews. Es wurden zwar Musikvideos produziert, die jedoch ausschließlich im Internet veröffentlicht wurden. Auch Singles wurden aus Kid A nicht ausgekoppelt. Trotzdem erreichte das Album Nummer-1-Status in den US-Charts, möglicherweise auch, weil das Album vor der Veröffentlichung auf Napster erhältlich war. Auch Kid A erhielt, wie schon die beiden Vorgängeralben, wieder größtenteils ausgezeichnete Kritiken.


Ed O’Brien am Rock Oz’Arènes in Avenches – August 2006
Das fünfte Album Amnesiac wurde in der Mitte des folgenden Jahres veröffentlicht und bestand aus weiterem Material derselben Aufnahmesessions wie Kid A. Die Alben sind vom Stil her einander relativ ähnlich.
Nach einer weiteren großen Tour veröffentlichte die Band 2003 ihr sechstes Album Hail to the Thief, das sich weniger auf elektronische Experimente stützt als seine beiden Vorgänger, sich aber gleichfalls vom gitarrengetriebenen Rock der Anfangszeit absetzt. Der Titel sorgte für Aufsehen, da er als Anspielung auf den Ausgang der amerikanischen Präsidentschaftswahlen 2000 zu interpretieren war. Hail to the Thief war zur Verärgerung der Band schon einige Monate vorher in einer roh gemixten Version im Internet verfügbar. Radiohead zeigten sich in Interviews jedoch auch verärgert darüber, dass EMI die CD-Ausgabe des Albums gegen den Willen der Band mit einem Kopierschutz ausgestattet hatte. Mit der Veröffentlichung von Hail to the Thief war Radioheads Vertrag mit EMI ausgelaufen, woraufhin die fünf Musiker wenig Interesse daran zeigten, diesen zu verlängern. Auch mit anderen Plattenfirmen wurde zunächst kein weiterer Vertrag abgeschlossen.
Als erstes Bandmitglied veröffentlichte Jonny Greenwood 2003 mit Bodysong ein Soloalbum als Soundtrack zur gleichnamigen Dokumentation von Simon Pummel. 2006 veröffentlichte Thom Yorke mit dem Album The Eraser ebenfalls eine Soloplatte mit elektronisch untermalten Popsongs.
Nach einer Welttournee 2006 arbeiteten Radiohead an der Fertigstellung ihres neuen Albums In Rainbows. Da Radiohead nach dem Auslaufen des Sechs-Alben-Vertrags bei EMI keinen neuen Plattenvertrag abgeschlossen hatten, war das am 10. Oktober 2007 erschienene Album bis Dezember 2007 als Download oder Discbox nur im Selbstvertrieb über die Website der Band erhältlich.Dabei bestimmte der Kunde den Preis für den Download selbst.
Am 5. August 2009 veröffentlichten Radiohead zu Ehren des am 25. Juli 2009 verstorbenen Harry Patchs, des ältesten Kriegsveteranen der British Army des ersten Weltkrieges, den Song Harry Patch (In Memory Of) im Internet.
2010 veröffentlichten Fans der Band einen Live-Mitschnitt eines Konzertes in Prag. Am 23. August 2009 filmten 50 Besucher von unterschiedlichen Standpunkten ein gesamtes Konzert und veröffentlichten die Aufnahmen als kostenlosen Download. Die Tonspur dafür wurde direkt von der Band zur Verfügung gestellt.
In einem Interview sagte Ed O’Brien, dass die Band 2010 ein neues Album veröffentlichen würde. Damit widersprach er Sänger Thom Yorke, laut dem die Band keine Alben mehr, sondern nur noch EPs und Singles veröffentlichen werde. Am 14. Februar 2011 kündigten Radiohead schließlich ihr achtes Studioalbum an, welches am 18. Februar in digitaler Form erschien und am 25. März auch in physischer Form veröffentlicht wurde und den Namen The King of Limbs trägt.
Quelle: wikipedia.org
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